Veröffentlichungen
NEUERSCHEINUNG: Ein Tropfen im Fluss
Klappentext
Ein sonderbares Schmuckstück aus Irland, eine mörderische Liebe auf Capri und die Frage: Hat er oder hat er nicht?
Mit reichlich Augenzwinkern hat Ursula Klee Glossen, Gedichte und Geschichten geschrieben, die vor allem eines versprechen: Unterhaltung der angenehmsten Art.
Mit nur selten mit erhobenem Zeigefinger, dafür aber mit viel Lebenserfahrung und Mutterwitz erfährt man(n), worauf es ankommt: in der modernen Kunst, der Liebe, dem Leben überhaupt.
„Tropfen im Fluss“ baut Brücken zwischen gestern und morgen, Ernst und Heiterkeit, vermittelt entspannendes Lesevergnügen.
Hörbuch CD "Liebe, vielleicht -"
Texte von und mit Ursula Klee, Musik von und mit Yannick Monot.
ISBN 3-9805330-9-3, erschienen im Cinderella-Verlag.
Sonderpreis für Restposten 13 Euro
Veilchen im November

Geschichten und Gedichte (Restauflage)
Seiten 116
ISBN 3-9805330-6-9
7 Euro
Zu bestellen bei Ursula Klee
Ausschnitte.....
Begegnungen im Zug
Die alte Dame mir gegenüber gleicht einer getrockneten Rose. Erstarrte Schönheit. Abglanz vergangener Lebhaftigkeit. Sorgfältig konservierte Blüte, Grün ohne Hoffnung.
Novemberhimmelfarbige Augen unter Schlupfliedern auf mich gerichtet. Ertappt.
Die alte Dame lächelt. Überraschend mild.
Ich fühle mich durchschaut. Nein, sie kann nicht wissen...
„Tun Sie es. Leben Sie. Lieben Sie. Nur das zählt am Ende. Nur das"
Ihr Rock raschelt wie welkes Laub, als sie das Abteil verlässt.
Frauenschicksal?
Erst nahm sie Rücksicht auf ihre Eltern, weil sie jung war und abhängig.
Dann nahm sie Rücksicht auf ihren Mann, weil sie Frau war und liebte.
Später nahm sie Rücksicht auf ihre Kinder, weil sie klein waren und hilflos.
Dann nahm sie Rücksicht auf ihre Eltern, weil sie alt waren und kränklich.
Niemand nahm Rücksicht auf ihre Wünsche, weil sie sich nie erlaubte, welche zu haben.
Berührungspunkte ... sind Ansichtssache

Gedichte * Gedanken * Geschichten (Restauflage)
77 Seiten
8 Euro
ISBN 3-9805330-2-6
zu bestellen bei Ursula Klee
Ausschnitte.....
Schenken
Wir sollten einander Liebe schenken,
Verständnis und Aufmerksamkeit.
Wir sollten einander Frieden schenken,
Vergebung nach einem Streit.
Wir sollten einander Freundschaft schenken,
besonders in Zeiten der Not,
wir sollten einander Zuwendungen schenken,
bevor eine Trennung droht.
Wir sollten einander Fröhlichkeit schenken,
ein Lächeln an trüben Tagen,
wir sollten einander Dankbarkeit schenken
und öfters was Liebes sagen.
Wir sollten einender Hoffnung schenken,
sehr wertvoll wäre auch Zeit!
Wir könnten einander so vieles schenken,
wären wir ehrlich zu geben bereit!
Der Muse
Warum sind wohl die Musen
stets weiblich und mit Busen?
Erwacht nicht auch der Künste Lust
an einer starken Männerbrust?
Da frage ich mich nun, warum
trotz aller Gleichberechtigung,
der hochberühmte Musenkuß
von einer Muse stammen muß?
Ob nicht von Zeit zu Zeit ein Mann
mal inspirierend wirken kann?
fragt nicht ganz ohne Hintersinn
mit etwas Schalk manch Künstlerin.
Und würde man mich fragen,
dann würde ich es sagen:
ich seh` ihn gern im rechten Licht,
den starken, zarten Muserich!
Spielregeln
Man trifft sich regelmäßig beim Tennis. Ganz selbstverständlich.
Man begrüßt sich zwanglos oder nickt sich nur kurz zu. Freizeitvergnügen.
Nach dem Spiel---man hat sich den Bürofrust, den Paragraphenstaub, den OP - Streß herausgeschwitzt und weggeduscht---trifft man sich im Clubrestaurant.
Entspannt plaudert man über dieses und jenes, während in der Küche ein "Steak-Spezial nach Art des Hauses" für die Herrschaften zubereitet wird. Das Bier ist wohlverdiente Labsal.
Beiläufig fragt Gerd (Anwalt) seinen ehemaligen Kommilitonen Albert (Richter), ob in der Sache Müller gegen Maier schon entschieden sei? Albert zupft gedankenverloren an der Papiermanschette seines Bierglases und sagt wie im Selbstgespräch :" Noch nicht, aber so, wie ich die Sache sehe, müßte die Verteidigung ..., könnte man eventuell ..."
Gerd faltet seine Serviette langsam auf und legt sie sorgfältig auf seinen Schoß. "Ja, das wäre zu überlegen."
Die Bedienung serviert das Steak, wünscht einen guten Appetit und ahnt nicht, daß sie soeben Zeugin war. Zeugin eines Verfahrens mit Urteilsspruch, das unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfand.
In aller Öffentlichkeit.
Klarsicht -- ein Blick durch ungeputzte Fenster

Gedichte
19 Seiten
4 Euro
ISBN 3-9805330-1-8
zu bestellen bei Ursula Klee
Ausschnitte.....
Klarsicht
Ich habe Rücksicht genommen
auf Familie, Freunde, Moral,
Bekannte, Kollegen, Gesellschaft,
auf jeden und alles.
Ich ließ Vorsicht walten
bei Veränderungen, Äußerungen,
Meinungen, Handlungen, Angeboten
und kam zu der Ansicht:
All diese Vor- und Rücksichten
versperrten mir den Blick
auf die für mein Leben
so viel wichtigeren Einsichten!
Strohfeuer
Strohfeuer brennen lichterloh,
die Seelen schweben irgendwo -
die Hitze fast das Herz verbrennt,
bis man den anderen besser kennt!
Was man erhofft, war Illusion,
doch wer glaubt das am Anfang schon?
Mit spitzer Feder und Herzblut

Liebesgedichte
19 Seiten
1. Auflage 1992
VERGRIFFEN
Luftwurzeln

Gedichte
30 Seiten
ISBN 3-928401-07-6
VERGRIFFEN
Silberblick

Gedichte * Gedanken * Geschichten
80 Seiten
ISBN 3-928401-06-8
zu bestellen bei Ursula Klee
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Vorwort von Baldur Seifert
Vorwort von Baldur Seifert
"Wer stets danach fragt, was andere über ihn denken, erfährt nicht, was er selbst von sich denkt", stellt lieb - spitzbübisch lächelnd unter ihrer imposanten Haarpyramide - mit Hut natürlich, denn sie ist immer auf der Hut - Ursula Klee fest.
Mit einem leichtem "Silberblick", deshalb so angenehm fragend verrückt, wittert sie, nimmt wahr, empfindet und sagt:
"Es können unglaubliche Dinge geschehen."
Das ahnt sie, das weiß sie, das vermittelt sie, aufgehoben und ausgesetzt in kosmischen Grundgesetzen. Gelebte Trauer um "ungenutztes Leben", um "Stunden, die nur uns bestimmt waren, in dem Weltgefüge. Unerfüllt blieb diese Liebe."
Aber als ich mit ihr durch die Winkel und Gassen im lieb-traulichen Steinbach bei den "Mittelalterlichen Winzertagen" streifte, da ist sie fröhlich, spontan, charmant: eben eine ganz lebendige Frau, die sich am Leben freut. "Es finden täglich Wunder statt" - immer wieder ihr Erstaunen vor dem eigentlich gar nicht mehr geglaubten. Ursula Klee ist auf dem Weg. Sie weiß: Man kann jemand die Wahrheit wie einen nassen Lappen um die Ohren hauen oder sie ihm wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann.
Und wieder ist es auf ihrem Weg wärmer geworden und verheißungsvoller, weil der Mantel immer dichter wird. Und weil sie immer mehr dichtet. Und weil sie wagt:"Laßt Spatzen frei, für Tauben auf dem Dach." Und weil sie damit bei den Sesshaften aneckt, die lieber beharren, als sich, wie sie, auf den Weg zu machen.
"Aufrecht gehen lernen, statt zu kriechen, mag schwer sein; ist aber die einzige Möglichkeit, den Blickwinkel so zu erweitern, das Lebensziele erkennbar werden".
Ursula Klee wird einmal aufrecht gehen können, weil sie ahnt:
"Die Freud ist groß, die Not wird klein,
da muß eine Kraft am Werke sein!
Das ahnst du mehr, als du es weißt,
bewusst wird dir, was glauben heißt."
Wir können von Ihr noch einiges erwarten. Als Freude. Als Stütze: zum Selber-Aufrecht-Gehen.
Baldur Seifert
15.12.1992







